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Wie Mobile Marketing aktiviert ...

Während alle bisherigen operativen Marketingmaßnahmen zum Großteil nur dort informieren können wo und wann die Kunden ihnen begegnen und die Zielpersonen vorwiegend passiv bleiben, folgt Mobile Marketing dem Alltag der Kunden, ist jederzeit und überall abrufbar, integriert sich in den täglichen Lebensablauf (situativ) und aktiviert zur individuellen Aktivität.
Jeden Tag prasseln unzählige Botschaften auf Kunden und Konsumenten ein. Seit 1990 hat sich die Anzahl der Fernsehsender in Deutschland verneunfacht, seit der Jahrtausendwende immerhin noch verdoppelt. Die tägliche Sehdauer pro Tag ist in den letzten 10 Jahren hingegen nur um ca. 10% gestiegen. Plakate, Promotions, Radiospots, Handzettel, Bildschirme in öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen und Flughäfen, alle Maßnahmen versuchen die Aufmerksamkeit der zahlenden Kundschaft zu bekommen.

Das Marketing jedes Unternehmens steht vor der nahezu unlösbaren Aufgabe, sich in diesem Dschungel an Botschaften durchzusetzen. Dazu kommt, daß die Lerntheorie heute sehr genau weiß, daß wir Menschen nur 20% des Gehörten, 30% des Gesehenen und ca. 50% des gleichzeitig Gehörten und Gesehenen behalten. Wenn zum Hören und Sehen hingegen die Auseinandersetzung durch Diskussion und aktives Handeln hinzukommt, bleibt bis zu 90% der Botschaft in Erinnerung. Womit wir bei der Wirkungsweise von Customer Activation wären.

Bevor wir uns diesem Thema widmen noch eine Klarstellung: Customer Activation ist klar vom Markenaufbau zu trennen. Während der Markenaufbau die Wahrnehmung der Marke initiieren muß, ist Customer Activation dafür verantwortlich den Kunden von der Wahrnehmung zum Handeln zu bringen: ohne Handeln kein Kaufakt! Mit anderen Worten: wer sollte für etwas dauerhaft aktiv werden, was er nicht kennt und von dem er keine konkrete Vorstellung hat.


In der obigen Grafik sind vereinfacht die wichtigsten Einflußfaktoren einer individuellen Reaktion von der Suche bis zur Begeisterung für ein Angebot dargestellt. Basis ist ein engagiertes anhaltendes Verhalten, das dafür verantwortlich ist, daß der Mensch sich nicht ablenken läßt oder ermüdet. Es ist abhängig von der schlichten Möglichkeit, sich mit dem Angebot zu beschäftigen und von der emotionalen Beteiligung.

Die emotionale Beteiligung folgt neben den persönlichen Faktoren wie Wertesystem und Bedürfnissen den objektiven und situativen Faktoren, mit denen ein Individuum konfrontiert ist. Während der Markenaufbau vor allem auf die persönlichen Faktoren zielt, beeinflusst das operative Marketing:
  • die Möglichkeit der Beschäftigung (Grafik oben)
  • die objektiven Faktoren
  • die situativen Faktoren


Mobiles Marketing hat heute noch bei weitem nicht die Verbreitung von TV erreicht. Die Penetration mit internetfähigen Smartphones beschränkt noch die Möglichkeiten. Mit der von allen Experten prognostizierten Verbreitung der Smartphones wird es aber künftig nur noch von der mobilen Bereitstellung der Inhalte abhängen (objektiv), wer die Kunden am besten aktivieren kann.

Während alle bisherigen operativen Marketingmaßnahmen zum Großteil nur dort informieren können wo und wann die Kunden ihnen begegnen und die Zielpersonen vorwiegend passiv bleiben, folgt Mobile Marketing dem Alltag der Kunden, ist jederzeit und überall abrufbar, integriert sich in den täglichen Lebensablauf (situativ) und aktiviert zur individuellen Aktivität.

Mobile Marketing ist kein Ersatz für die bisherigen Maßnahmen. Auch die operative Zielgruppen- bestimmung und die Ausrichtung von Design und Inhalt auf die individuellen Vorlieben und Eigenheiten der jeweiligen Zielgruppe sind weiterhin unabdingbar.

Doch Mobile Marketing hilft auch bei diesem Schritt, weil die Marketing-Maßnahme durch ihre technische Struktur gleichzeitig das Instrument ist, die Ziegruppe besser kennenzulernen und sich über die Auswertung der Nutzung selbst zu verbessern.

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